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12.02.18 13:05 Uhr Alter: 281 Tage

Langfristige Darlehen sichern günstige Hausfinanzierung

Wer jetzt ein Klinkerhaus baut, profitiert noch von den niedrigen Zinsen!

Die Diskussionen um steigende Zinsen nehmen zu. Jedoch ist ein schneller Anstieg der Bauzinsen nicht sofort zu erwarten, so dass die Hausfinanzierung noch eine Zeit lang günstig bleibt. Langzeitdarlehen sichern viele Jahre den aktuell niedrigen Zinssatz.

Werden die Zinsen wieder steigen? Wann wird dies sein? Ist es noch ein günstiger Zeitpunkt, ein Darlehen abzuschließen? Wann lohnt es sich nicht mehr? Diese Fragen beschäftigen Finanzfachleute wie künftige Bauherren.

„Die Zinsen sind mit etwa 1 Prozent derzeit auf einem niedrigen Niveau. Für Sparer ist dies schlecht, da das Geld auf dem Sparbuch kaum Zinsen bringt. Für Bauherren, die ein Haus finanzieren wollen, sind die niedrigen Zinsen ein Segen. Denn die Hausfinanzierung ist dadurch so günstig wie selten zuvor“, sagt Jürgen Dawo, Gründer von Town & Country Haus.

Seit 2011 befinden sich Bauzinsen in einem Abwärtstrend - wurden damals noch ca. 4 Prozent Zinsen für einen Kredit verlangt, so liegen diese seit 2015 bei etwa einem Prozent. Wie lange dieser Trend anhalten wird, kann man nicht sagen. Denn Spekulationen für die Zukunft sind so sicher, wie der Blick in eine Kristallkugel.

Dennoch gibt es berechtigte Vermutungen, dass die Zinsen und damit die Bauzinsen tendenziell eher wieder steigen als sinken. Um die Entwicklung der Bauzinsen einzuschätzen, muss man die zugrunde liegenden Faktoren betrachten. Der Leitzins der Europäischen Zentralbank wird als zentraler Indikator für die Zinsen betrachtet. Daran orientieren sich die Banken und legen die Zinsen für Kredite und Geldanlagen fest. Auch die wirtschaftliche Lage einer Bank bestimmt die Höhe der Zinsen. Für die Bauzinsen sind jedoch die Renditen der Bundesanleihen der wichtigste Signalgeber.

Steigende Renditen der Anleihen treiben Bauzinsen

Die Renditen der Bundesanleihen haben sich seit Dezember 2017 verdoppelt. Daher erwarten Finanzfachleute, dass die Bauzinsen steigen werden (FAZ vom 30.1.2018). Damit wäre das Ende der so genannten goldenen Zeiten für Bauherren in Sicht. Die Zinsen werden jedoch nicht so schnell nach oben klettern.

Die Steigerungen befinden sich auf einem niedrigen Niveau. Die Banken erwarten einen durchschnittlichen Anstieg des Kapitalmarktzinses dieses Jahr von 0,68 auf 0,85 Prozent für die zehnjährige Bundesanleihe. Es ist also nach wie vor ein guter Zeitpunkt für eine günstige Hausfinanzierung. Eine tagesaktuelle Übersicht über Bauzinsen gibt es auf Bauzinsenaktuell.

„Grundsätzlich sollte man ein Haus dann bauen, wenn die persönlichen und finanziellen Rahmenbedingungen stimmen. Dies gilt für alle Ausgaben, ganz gleich, ob es sich um den Hausbau, die Anschaffung eines Autos oder ein neues Kleid handelt. Sonderangebote sind allein kein Grund für eine Ausgabe, erst recht nicht für eine so große Investition, wie den Hausbau. Hausbau-Interessierte sollten sich von den Zins-Diskussionen nicht zu sehr verunsichern lassen. Natürlich ist es aber sinnvoll, das derzeitige Zinstief zu nutzen“, rät Dawo.

Günstige Hausfinanzierung dank Zinsbindung

Diejenigen, die in absehbarer Zukunft ein eigenes Haus planen, sollten dennoch die Zinsentwicklung im Auge behalten, um von den guten Konditionen zu profitieren. Denn ein kleiner Anstieg der Darlehenszinsen von beispielsweise 0,5 Prozentpunkten macht den Kredit teurer.

Die aktuell günstigen Zinsen kann man sich zum Beispiel durch ein Forwarddarlehen vertraglich bis zu mehrere Jahre im Voraus sichern. Die Auszahlung findet zu einem späteren Zeitpunkt statt. Dies sollten auch Bauherren in Betracht ziehen, die kurz vor dem Abschluss eines Baukredites sind oder einen Anschlusskredit abschließen wollen. Höhere Bauzinsen bedeuten meist höhere Monatsraten und eine längere Laufzeit. Daher ist es sinnvoll, sich durch langfristige Darlehen günstige Bauzinsen zu sichern.

Höhe der Hausfinanzierung hängt von mehreren Variablen ab

Neben den Zinsen beeinflussen die jeweiligen Kreditkonditionen die Höhe des Kredits. Kredite sind variabel in der Laufzeit und der Höhe der Tilgungsrate. Man kann einen Vollkredit abschließen oder sich zunächst auf 10 Jahre festlegen, um dann mit einem Anschlusskredit den Rest zu finanzieren. Experten raten für die Baufinanzierung eine Zinsbindung von wenigsten 10 bis 15 Jahren.

Neben dem Bauzins wirkt sich auch die Tilgungsrate auf die Höhe des Kredits aus. Je höher die Tilgungsrate am Anfang ist, um so schneller wird die Restschuld getilgt. Eine Tilgungsrate von mindestens 2 Prozent wird derzeit empfohlen. Flexibilität in der Tilgungsrate kann auch auf lange Sicht ein Kostendämpfer sein.

Aufgrund der Unterschiede in den Angeboten sind die Kredite unterschiedlich teuer. Bei beispielsweise einer Finanzierungssumme von 200.000 Euro kann bei einer Bank die Summe für den Kredit zwischen 24.000 Euro und 39.000 Euro variieren, d.h. man kann bis zu 15.000 Euro sparen. Darüber hinaus können Bauherren Fördermittel beantragen, um die Kosten zu senken. Die Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. stellt auf der Website umfangreiche Informationen zu diesem Thema Verfügung.

Die Beispiele zeigen, dass Finanzierungsrechner eine grobe Orientierung geben können. Wer kein Geld verschenken will, sollte genau rechnen und von mehreren Finanzexperten individuelle Angebote für Baukredite anfragen und diese vergleichen. Denn selbst bei niedrigen Zinsen liegt der Teufel im Detail und das auf den ersten Blick gute Angebot ist nicht die günstigste Wahl.

Der bankenunabhängige Town & Country Finanzierungsservice erstellt kostenfrei ein detailliertes persönliches Finanzierungsangebot.


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